Das neue Epson SL-D800 im Test

Das Labor am Schreibtisch

Vor fünf Jahren hat Epson das SureLab D700 vorgestellt und damit den Fotomarkt revolutioniert. Mit dem kleinen Tintenstrahldrucker um knapp 3.000€ ließen sich plötzlich Fotos in Laborqualität produzieren. Und das in einer Geschwindigkeit und zu einem Preis, wie man es sonst nur von großen Fotolabors kennt.

Jetzt hat Epson den Nachfolger, das SureLab D800, auf den Markt gebracht und wir haben es natürlich gleich getestet.



Auf den ersten Blick sieht man sofort, dass man es mit einer Weiterentwicklung des D700 zu tun hat. Erst beim genaueren Hinsehen entdeckt man eine veränderte Klappe, einen neuen Knopf und eine andere Rundung. Die Unterschiede sind subtil. Das macht aber nichts, bietet das D700 doch eine sehr solide Basis, um darauf aufzubauen.



Beim ersten Testdruck merken wir schnell, dass die Druckqualität weiterhin auf einem hohen Niveau ist, denn am Druckkopf und an den 6 Tinten hat sich nicht allzu viel geändert. Das tiefe Schwarz und die kräftigen Farben sind wie beim Vorgänger absolute Spitze, die Farbverläufe sind gut, nur im Schwarz-Weiß gibt es noch etwas Luft nach oben. Wer eine Stoppuhr zur Hand nimmt, erkennt, dass der Drucker etwas früher startet und nach dem Druck sofort in den Standby-Modus schaltet. Das spart Strom und hilft den Geräuschpegel etwas zu senken. Die Druck-geschwindigkeit bleibt jedoch unverändert bei etwa 350 Bildern in 10×15 pro Stunde.



Als Nächstes testen wir die neuen Papierformate, denn das D800 kann sowohl kleinere Rollen mit 8,5 cm Breite verarbeiten, als auch bei 4,5cm, statt 9,8cm abschneiden. Somit sind der Formatvielfalt noch weniger Grenzen gesetzt und von der Visitenkartengröße (4,5 x 8,5cm) bis zum Panorama (max. 21x100cm) unzählige Kombinationen möglich. 


Beim Papierwechsel fällt gleich eine der größten Neuerungen auf: Epson hat dem Drucker einen Knopf dafür spendiert. Einmal gedrückt, zieht der Drucker automatisch das Papier zurück und rollt es wieder auf die Spindel auf. Wer hätte gedacht, wie sehr ein kleiner Knopf die Arbeit erleichtern kann.


Da wir von Glossy-Papier auf Luster-Papier wechseln, müssen wir wie gewohnt im Druckertreiber die Papieroberfläche umstellen. Der ist in der neuen Version für das D800 zwar aufgeräumter und übersichtlicher, eine Auswahl direkt am Drucker mit einem Knopf treffen zu können, hätte uns allerdings noch besser gefallen.

Bei den Papieroberflächen bleibt glücklicherweise alles beim Alten, das bestehende Epson Sortiment in den drei Varianten luster, glossy und matt kann nahtlos weiterverwendet werden.



Nun müssen wir nur den Auffangkorb auf das richtige Format einstellen und hier sind wir schon bei der letzten großen Neuerung. Der Auffangkorb wurde komplett neu entwickelt und kann uns auf voller Länge überzeugen. Er sieht gut aus, fühlt sich hochwertig an, ist leicht auf das richtige Format einzustellen und deckt Größen bis 30,5cm ab.



Sobald wir unsere Ausdrucke in der Hand halten, haben wir auch schon ein klares Fazit. 
Abgesehen von den neuen Formaten sind die Eckpunkte des SureLab D800 nahezu die gleichen wie beim Vorgänger, druckt es doch genauso schöne Bilder, und das sehr schnell und günstig. Wenn man allerdings damit arbeitet, merkt man, dass einiges getan wurde, um uns das Leben leichter zu machen. Die neuen Formate eröffnen neue Anwendungsmöglichkeiten, aber vor allem die Summe an kleinen Verbesserungen macht das D800 zu einem gelungenen Nachfolger.

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